Der Rumpfinger Fenster-Blog

Von außen beschlagene Fenster: ein Qualitätsmerkmal

14.01.2015 / Mario Rumpfinger / Kategorie(n): Ratgeber

beschlagene Fenster 1

Jeder hatte schon einmal mit beschlagenen Fenstern zu kämpfen. Allerdings setzt sich Feuchtigkeit meistens an der Innenseite ab und entsteht durch falsches Lüften. Ungewöhnlicher ist ein Beschlagen der Außenseite der Fenster.

Wenn diese eine neue Wärmeschutzverglasung besitzen, läuten bei den Hausherren schnell die Alarmglocken. Völlig unbegründet: Denn ein Anlaufen der Fenster von außen ist völlig harmlos und sogar ein gutes Zeichen.

Warum Fenster von außen beschlagen

Das Phänomen bemerken Sie nur, wenn Sie Fenster mit Dreifachverglasung und guten Dämmwerten eingebaut haben. Denn bei hochwärmedämmendem Glas kondensiert die Nässe in kalten Nächten außen an der Scheibe. Die Ursache hierfür liegt im Temperaturunterschied zwischen Luft und Fensteroberfläche.

Vor allem in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit, in denen sich die Luft schneller erwärmt als die Fensterscheibe, beschlagen die Scheiben. Die wärmereflektierende Schicht auf der Außenscheibe wirft die Wärmestrahlung aus dem Zimmer in den Raum zurück – die Wärme bleibt aber im Raum. Beschlagene Fenster von außen sind also ein Beweis für gutes Isolierglas und somit ein natürlicher, physikalischer Effekt.

Rollladen verhindert ein Abkühlen der Glasscheibe

Die Tauwasserbildung tritt meist nur in den frühen Morgenstunden auf und verschwindet ganz von alleine wieder. Wenn es Sie trotzdem stört, dass Ihre Durchsicht am Morgen getrübt ist, schaffen Rollläden Abhilfe: Diese schützen die Scheibe vor Abkühlung. Wenn Sie noch keinen Rollladen besitzen, können Sie diese auch nachrüsten.

Lassen Sie den Rollladen in der Nacht herunter, bildet sich ein Luftpolster zwischen Scheiben und Lamellen. Die gespeicherte Wärme verhindert das Anlaufen der Fensterscheibe.

beschlagene fenster 2

Titandioxid-Beschichtung verhindert Kondensieren von Feuchtigkeit

Eine Alternative zu Rollläden ist eine sogenannte Titandioxid-Beschichtung. Diese ist selbstreinigend und zieht Feuchte an – aber in Form eines durchsichtigen, abfließenden Wasserfilms. Der milchige Film auf der Scheibe bleibt Ihnen so erspart.

Bei gefrierendem Kondensat bringen allerdings auch wasserabweisende und selbstreinigende Fensterscheiben nichts mehr. Hier hilft nur noch abwarten.

Beschlagene Fenster zeugen von hoher Qualität des Glases

Je schlechter Ihre Fenster verglast sind, umso weniger wahrscheinlich ist ein Kondensieren von Wasser an der Außenseite. Sie möchten Ihre Fenster aufrüsten oder tauschen, um Energiekosten zu sparen? Gerne informieren wir Sie über Ihre Möglichkeiten oder wir führen gleich den ganzen Fenstertausch durch. Rufen Sie uns unter (081 24) 53 23 0 an oder schreiben Sie uns eine Nachricht über das Kontaktformular.

Bild 1: © ifalika – Fotolia.com
Bild 2: © focus finder – Fotolia.com