Stellen Sie sich ein Fenster ohne Fensterbank vor – das Bild in Ihrem Kopf wirkt vermutlich seltsam unvollständig: Die Fensterbank (auch „Sohlbank“ oder „Fensterbrett“ genannt) komplettiert das Fenster nicht nur optisch – sie erfüllt auch mehrere wichtige Funktionen. Der Auswahl des richtigen Materials kommt deshalb eine große Bedeutung zu; in unserem Artikel haben wir für Sie die wichtigsten Werkstoffe mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen zusammengestellt.
Dazu dient eine Fensterbank
Als waagrechter Abschluss zwischen Fenster und Mauer sind Fensterbänke Gestaltungselemente und Funktionsträger zugleich. Innenfensterbänke verhindern, das Wärme nach draußen entweicht und dienen außerdem als Stellfläche für Pflanzen und Deko-Gegenstände. Die Außenfensterbank leitet mithilfe von Wassernase bzw. Tropfkante Regenwasser vom Fenster weg, weshalb sie stets leicht schräg eingebaut wird. So schützen sie die Fassade vor Witterungseinflüssen und Schmutz, da der der Niederschlag idealerweise vor der Fassade schmutzfrei abtropft. Man fertigt Außenfensterbänke meist als plattenförmige Werkstücke oder trapezförmig (mit und ohne seitliche Aufständerung) an.Anforderungen an den Werkstoff
Außenfensterbänke sind den verschiedensten Witterungseinflüssen ausgesetzt, die das Material stark beanspruchen. Innenfensterbänke werden nicht ganz so stark beansprucht – weil Kondenswasser im Winter, Gießwasser und mehr auch ihnen zusetzt, sollten sie aus einem robusten Material gefertigt sein, das- wasser- und hitzeunempfindlich
- formbeständig
- kratzfest
- bruchsicher
Vor- und Nachteile verschiedener Fensterbänke
Ob Natur- oder Kunststoff: Jeder Werkstoff hat spezielle Eigenheiten. Wofür Sie sich entscheiden, ist nicht nur eine Frage des Geschmacks – sondern auch des praktischen Nutzens.Holz
Eine Holzfensterbank ist in optischer Hinsicht die perfekte Ergänzung zum Holzfenster; sie lässt sich beliebig lackieren, wirkt freundlich und lebendig. Andererseits muss das Holz unbedingt gegen Feuchtigkeit versiegelt und regelmäßig gepflegt werden, es dunkelt mit der Zeit nach und weist nur eine begrenzte Lebensdauer auf. Für eine Innenfensterbank ist Holz eine gute Option – für Außenfensterbänke hingegen ist es nicht zu empfehlen, hierfür eignen sich Schichtstoffe wie z.B. Werzalit deutlich besser.Kunststoff
Äußerst pflegeleicht und in vielen Formen und Farben erhältlich, sind Kunststofffensterbänke mittlerweile weit verbreitet. Aufgrund der hohen Haltbarkeit und des günstigen Anschaffungspreises sind Kunststofffensterbänke für den Innen- und Außenbereich gleichermaßen beliebt. Einziger Nachteil: Das Material verfärbt sich unter dem Einfluss von Sonnenlicht.Kunststein
Kunststein (auch als Polyresin, Marmorit oder Poly-Nature bekannt) besteht aus gebrochenem Gestein bzw. Sand, dem mineralische oder harzgebundene Stoffe beigemischt werden. Er zeichnet sich durch hohe Widerstandsfähigkeit, Bruchsicherheit und einen geringen Wärmeverlust aus. Die naturnahe Optik und der vergleichsweise günstige Preis sprechen für diesen Werkstoff, der v.a. für Innenfensterbänke häufig eingesetzt wird.Aluminium und Zink
Aluminiumfensterbänke sind besonders leicht, stabil – und damit für Außenfensterbänke die erste Wahl. Günstiger (zugleich aber auch weniger ästhetisch) ist eine Außenfensterbank aus Zinkblech, das über ähnliche Eigenschaften verfügt. Tipp: Beim Einbau beider Varianten sollten Sie ausreichend Platz für die Dehnungsfuge vorsehen.






