Der Rumpfinger Fenster-Blog

Platzsparend und ästhetisch: Schiebefenster als Alternative zu Dreh-Kipp-Fenstern

11.01.2016 / Mario Rumpfinger / Kategorie(n): Allgemein

Schiebefenster 1

Schiebefenster, ob vertikal oder horizontal, sind platzsparende und komfortable Alternativen zum klassischen Öffnungsmechanismus der Dreh-Kipp-Fenster: Sie stören den Ausblick nicht und maximieren den Lichteinfall; durch die großzügige Fensterfläche erweitern sie den Innenraum.

Es lohnt sich deshalb auf jeden Fall, die Verwendung von Schiebefenstern zu erwägen, denn dieser Fenstertyp bietet zahlreiche Vorteile.

Darum sind Schiebefenster sinnvoll

Durch den Schiebe-Mechanismus nutzen Sie den Raum optimal, ganz ohne Platzverlust; außerdem beeinträchtigen weder Rahmen noch Sprossen den Blick nach draußen. Dadurch wirkt der Innenraum heller und großzügiger; außerdem können Sie die Möbel ganz flexibel positionieren, ohne Platz fürs Öffnen der Fenster einberechnen zu müssen – ideal etwa im Arbeits- oder Schlafzimmer.

Einfaches und bequemes Lüften

Gleich in mehrfacher Hinsicht vereinfachen Horizontal- und Vertikalschiebefenster das regelmäßige Belüften der Innenräume: Bei Durchzug schlagen die Fensterflügel nicht zu, darüber hinaus besteht keine Verletzungsgefahr durch frei schwingende Flügel. Außerdem brauchen Sie zuvor keine Fensterbänke abzuräumen.

Besonders Dachschiebefenster ermöglichen eine optimale Belüftung des Raums. Richtig bemessen, dienen sie zusätzlich als Ein- und Ausstieg zur Dachfläche – und zusätzlich werten sie kleine Dach- oder Mansardenwohnungen optisch stark auf.

Nachteile von Schiebefenstern

Die Bodenschiene bodentiefer Schiebefenster kann zur Stolperfalle werden und für gehbehinderte Menschen zu Problemen führen; eine praktische und optisch unauffällige Lösung ist jedoch eine rampenähnliche Konstruktion, die den Niveauunterschied zum Fußboden ausgleicht.

Bei einem Horizontalschiebefenster wiederum ist die Reinigung der Fenster aufgrund der Festverglasung komplizierter als beim Dreh-Kippfenster oder Schwingfenster, vor allem an der Außenseite und in den oberen Stockwerken; Abhilfe schaffen spezielle Putzsysteme mit Stiel und Gelenk, durch die Sie jeden Winkel der Verglasung erreichen.

Arten von Schiebefenstern

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Fenstertypen nach deren Schiebetechnik. Vertikalschiebefenster sind vor allem in den USA weit verbreitet und setzen sich auch in Deutschland immer stärker durch. Sie kommen vor allem beim Dachflächenfenster sowie bei der Durchreiche zum Einsatz, mittlerweile findet man sie aber auch verstärkt in der Fassadengestaltung von Wohnhäusern. Horizontalschiebefenster wiederum verwendet man vorwiegend als

  • Balkontüren
  • Terrassentüren
  • Schiebetüren zu Wintergärten.

Beim Horizontalschiebefenster setzt man am häufigsten den Typ der Parallelschiebetüren ein, da diese sich durch einen besonders hohen Bedienkomfort auszeichnen.

Variationen und Ergänzungen für das Schiebefenstersystem

Eine Variation der Parallel-Schiebefenster stellt das Faltschiebefenster dar: Es besteht aus mehreren Glaselementen; diese einzelnen Fensterflügel falten sich beim Öffnen wie eine Ziehharmonika aneinander.

Ergänzend zum Fenster sind vollautomatische und wetterangepasste Steuerungen erhältlich – besonders bei einem Dachschiebefenster eine sehr sinnvolle Option. Bei bodentiefen Fenstern, die oberhalb des Erdgeschosses angebracht werden (wie z.B. als Balkontür oder Glasfassade mit Französischen Fenstern) ist eine Absturzsicherung unabdingbar.

Für einen noch höheren Wohnkomfort sorgt ein spezieller Sonnen- und/oder Insektenschutz für Vertikal- und Horizontalschiebefenster, sodass auch im Sommer übermäßige Hitze und lästige Insekten draußen bleiben.

Ausführungen und Materialien

Die Rahmen der Schiebefenster werden im modernen Fensterbau aus unterschiedlichen Materialien wie z.B. Kunststoff, Aluminium und Holz sowie in unterschiedlichen Farbvarianten und Fensterformen hergestellt – etwa als

Fachbetriebe stellen auf Wunsch selbst Sprossenfenster her. Wie bei jedem anderen Fenstertyp gilt auch hier: Alu-Kunststofffenster sind äußerst pflegeleicht und langlebig, dabei aber preisgünstig; zudem eignen sie sich hervorragend für Glasfassaden. Alu-Holzfenster wiederum wirken hochwertig und verfügen über ausgezeichnete Werte bei der Schall- und Wärmedämmung.

Übrigens: In Bezug auf Dämmung und Dichtigkeit stehen Schiebefenster anderen Fensterarten in nichts nach; mithilfe einer hochisolierenden Dreifachverglasung erreichen sie als Energiesparfenster einen ausgezeichneten U-Wert, der die aktuellen KfW-Standards mit Leichtigkeit erfüllt – selbst Passivhausfenster-Standards sind problemlos zu erreichen.

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