Der Rumpfinger Fenster-Blog

So lüften Sie richtig, um Schimmel zu vermeiden

02.06.2013 / rumpfinger / Kategorie(n): Ratgeber
Bild: iStockphoto

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Das richtige Lüften in Gebäuden ist die Grundvoraussetzung dafür, Schimmelbildung zu vermeiden. Lüften ist nicht gleich Lüften. Das werden Ihnen die nachfolgenden Tipps deutlich machen.

Unterschiedlich hohe Luftfeuchtigkeit in unterschiedlichen Räumen

In jedem bewohnten Raum entsteht ein gewisser Grad an Luftfeuchte, der je nach Nutzung stark variieren kann. Besonders hoch ist diese in Bad, Küche und Schlafzimmer. Feuchtigkeit ist der ideale Nährboden für die Bildung von Pilzen. Damit in Ihren Wohnräumen keine Schimmelpilze entstehen, sollten Sie dafür sorgen, dass alle Zimmer regelmäßig gelüftet werden.

Der ideale Zeitpunkt zum Lüften

Um richtig zu lüften, sollten Sie eine Regelmäßigkeit einführen. Dafür brauchen Sie nicht viel Zeit einzuplanen. Besonders günstig ist es, früh morgens die Fenster ein bis zwei Minuten komplett aufzumachen, damit die Luftfeuchtigkeit der Nacht nach draußen geleitet wird. Schließlich sollten Sie nicht vergessen, dass ein erwachsener Mensch im Schlaf zwischen einem und zwei Litern Feuchtigkeit abgibt. Auch am Abend vor dem Schlafengehen sollte noch einmal gut durchgelüftet werden. Im Idealfall lüften Sie drei bis viermal über den Tag verteilt alle Räume. Dann hat Schimmel keine Chance.

Richtig lüften – so wird’s gemacht

Viele Menschen kippen ihre Fenster und wähnen sich damit auf der sicheren Seite. Doch damit liegen sie gründlich daneben. Um effektiv zu lüften, reicht die Kippstellung nicht aus. Im Gegenteil, es entweicht zwar eine Menge warmer Luft, aber die Luftfeuchtigkeit benötigt wesentlich länger, um nach draußen zu gelangen.

Die Stoßlüftung ist besonders wirkungsvoll. Öffnen Sie dazu alle Fenster und sorgen Sie so für „Durchzug“. So entweicht die Luftfeuchtigkeit am schnellsten. Nicht vergessen: Heizung während des Lüftens abschalten.

In Räumen mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit, den sog. Nassräumen bietet es sich an, die Luftfeuchtigkeit direkt nach außen zu leiten.

Ist früh nach dem Duschen nicht genug Zeit, um noch einmal gut durchzulüften, könnte ein zeitgesteuerter Lüfter eine geeignete Alternative sein.

Optimale Lüftungsdauer

Vor allem in den kalten Monaten des Jahres versucht jeder, die Wärme in den eigenen vier Wänden zu konservieren. Trotzdem ist es gerade dann umso wichtiger richtig zu lüften. Die optimale Lüftungsdauer können Sie ganz einfach erkennen, indem Sie Ihre Fensterscheiben beobachten. Sobald Sie die Fenster aufmachen, beschlägt die Außenscheibe durch den enormen Temperaturunterschied. Erst wenn die Scheibe wieder vollständig frei ist, sollten Sie Ihr Fenster schließen. Dann ist der Luftaustausch abgeschlossen.

Grundsätzlich gilt:

Lüften Sie lieber mehrmals kurz und intensiv als nur einmal lange!