Der Rumpfinger Fenster-Blog

Einbruchsichere Haustüren – eine lohnende Investition

05.07.2017 / Mario Rumpfinger / Kategorie(n): Ratgeber

Sichere Tür einbauen, Einbrecher draußen halten – klingt doch eigentlich ganz einfach, oder? Sobald man aber in den Fenster- und Türladen geht, kann man schnell den Überblick verlieren. Klassen, Preise, zusätzliche Funktionen… Es gibt dabei so viel zu beachten, dass es wirklich schwer fällt, die richtige Entscheidung zu treffen. Mit unseren Kauf-Tipps sind Sie bestens informiert – für Ihre Sicherheit!

Erstens: Türen mit Klasse

Dabei spielen wir nicht auf die Optik an, sondern auf die so genannte Widerstandsklasse (englisch: resistence class, kurz RC). In der DIN EN 1627 „Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse – Einbruchhemmung“ finden Sie 6 Widerstandsklassen, die die einbruchhemmende Eigenschaften von Türen beschreiben: In normalen Haushalten reichen Türen der Widerstandklassen 2-3, während bei Banken und Geschäften höhere Absicherung der Widerstandsklassen von 4 bis 6 notwendig ist.

Zwar schützt keine Tür zu 100 % vor einem Einbruch – aber sie verschaffen Ihnen wertvolle Zeit zum Reagieren – zum Vergleich:

  • Türen mit RC 2 verhindern das Aufhebeln mit einfachen Werkzeugen wie Schraubenzieher oder Keile für eine Dauer von mindestens 3 Minuten.
  • RC 3 steht für höheren Einbruchschutz, so dass das Aufbrechen der Türe mit einem zweiten Schraubenzieher und einem Brecheisen für mindestens 5 Minuten erschwert wird.

Zweitens: Geprüft und zertifiziert

Die Qualität einbruchsicherer Türen wird immer an einer Mustertür getestet, die Produktion setzt dabei auf ständige Überwachung und regelmäßige Kontrolle. Die geprüfte Qualität erkennen Sie an einem der folgenden Zertifikate – achten Sie beim Kauf darauf:

  • PfB Zertikfikat
  • ift Zertifikat
  • ECB-S Zertifikat 1
  • ECB-S Zertifikat 2
  • VDS Zertifikat.

Drittens: Typische Türsicherungen

Die einzelnen Sicherheitsmerkmale einbruchhemmender Haustüren sind natürlich mit bloßem Auge nicht sichtbar. Dabei gibt es keine Einschränkungen in Bezug auf das verwendete Baumaterial oder die Ausführungsart. Eine Tür gilt als einbruchhemmend, wenn sie:

  • über eine 3-fache bis 5-fache Verriegelung (Schloss + Schwenkriegel) verfügt
  • eine durchgehende Schließleiste besitzt
  • mit hochwertigen Bändern ausgestattet ist
  • eine Griffgarnitur mit Zylinderabdeckung hat.

Viertens: Fachgerechter Einbau

Damit einbruchhemmende Türen verlässliche Dienste leisten können, verlangen sie eine fachmännische Montage. Lassen Sie Ihre einbruchsichere Tür unbedingt von einem Fensterbau-Fachmann montieren, damit sie garantiert funktionstüchtig ist.

Tipp: Für den Ernstfall ist es äußerst sinnvoll, bei ihm eine Montagebescheinigung anzufordern und diese bei Bedarf der Versicherung vorzulegen!

Fünftens: Fördermittel für Einbruchschutz beantragen

Lassen Sie sich Ihre Sicherheit vom Staat bezuschussen! Im Rahmen des KfW Programmes „Altersgerecht Umbauen“ können Sie für die Installation neuer einbruchhemmender Haus- und Wohnungstüren bis 1.500 Euro Zuschuss pro Wohneinheit bekommen. Das Programm 151 „Energieeffizent Sanieren“ bietet Ihnen ebenfalls eine Möglichkeit, die Energieeffizenz Ihres Hauses durch den Einbau einbruchhemmender Haustüren zu erhöhen und einen günstigen Kredit in Anspruch zu nehmen.

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